Montag, 8. Juni 2015

Ausgetestet: Moto 360

Passend zum neuen Handy und passend zu meinen Runtastic-Fitness Ambitionen... und weil ich generell mal wieder eine Uhr haben wollte, hab ich mir eine Moto 360 von Motorola zugelegt. Wieso ich mich für die Moto entschieden habe, wie das Handling damit ist und was diese smarte Uhr sonst noch so zu bieten hat könnt ihr hier nachlesen.

Motivation Smartwatch - Was will ich haben?

Smartwatches strömen ja inzwischen in Massen auf den Markt. Wie vor einigen Jahren das Handy mit großen Touchdisplay... einer baut es und alle anderen wollen es auch. Dementsprechend groß ist auch die Auswahl, wobei man derzeit wohl auch noch beachten muss, dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt in vielen Bereichen und Smartwatches sicher noch nicht vollkommen ausgereift sind. So konnte ich also zwischen gefühlten 20 verschiedenen Uhren entscheiden. Also musste ich mich eingrenzen und überlegen, was ist mir wichtig.
Zuerst einmal will ich die Uhr auf jeden Fall auch  als Fitness-Tracker benutzen können, also mit Schrittzähler, Pulsmesser und passenden Apps. Das kann ja aber nun inzwischen fast jede Smartwatch. Auch ein "richtiges Display" wollte ich haben, sprich kein eInk - womit die Pebble aus der Liste heraus gefallen ist. Außerdem Bluetooth 4.0 für niedrigen Stromverbrauch.

Da man ja auch auf dem Handy ein rechteckiges Display hat und die Smartwatch ja in vielerlei Hinsicht das "Handy am Arm" darstellt war die erste Intention auch, Smartwatches ebenfalls rechteckig zu bauen. Ich finde, das diese Bauform aber den Charme einer Uhr am Handgelenk ein wenig nimmt... man hat dann so einen klobigen, quadratischen Klotz am Arm, was zwar mehr Übersicht auf dem Display bietet aber die Uhr auch teils unbequem macht, wenn man sie z.B. unter einem Hemd oder Pullover tragen will. Dementsprechend war mein nächstes Kriterium: Die Uhr muss rund sein.
Da gibt es ja derzeit nur wenige Modelle: Moto 360, LG G Watch (Urbane) und das wars auch schon eigentlich. Zu dem Zeitpunkt, wo ich meine Uhr gekauft habe, gabs das neue Modell von Huawei auch noch nicht, muss ich sagen (zumal mir das zu teuer gewesen wäre).

Weitere Kriterien waren, dass ich ein schönes Armband dazu habe - entweder Metal oder Leder, auf keinen Fall Kunststoff, schließlich soll sie auch im alltäglichen Geschäftsleben etwas her machen. Dieser Punkt hat eindeutig für die Moto gesprochen, da man hier Gehäuse und Armband über die Website von Motorola selber zusammenkonfigurieren kann.

Weitere Punkte, die letztendlich mich zur Moto gebracht haben, waren 1. die Größe der Uhr - die LG kam mir dann doch sehr klobig daher. und 2. Die Ladefunktion der Moto über QI (Induktionsladen). Sieht schon stylisch aus, wenn man die Uhr abends einfach auf die Ladestation legen kann, ohne Kabel anschließen zu müssen und sie dadurch in eine Art "Wecker-Modus" geht.

Erste Eindrücke

Nach ca. anderthalb Wochen Produktions- und Lieferzeit, die man per Mail live verfolgen konnte, war die Moto dann endlich da.
Geliefert wurde sie in einer handlichen, runden Box (siehe Bild). Die Ersteinrichtung ist echt simpel: Anschalten, Android-Wear App auf Smartphone installieren und per Bluetooth verbinden. Fertig. Die meisten Einstellungen kann man dann auch direkt am Smartphone vornehmen, aber auch über die Uhr geht das recht einfach. Einfach in der Watchface- Ansicht nach unten wischen. Schon bekommt man alle Infos zu Akkustand, Benachrichtigungen und sonstige Einstellmöglichkeiten.
Die Sprachsuche über "Ok Google" funktioniert in den meisten Fällen fehlerfrei. Mein einziges Problem war, das mein Handy auf Englisch eingestellt war. Dementsprechend die Uhr auch versucht hat, meine Spracheingaben auf Englisch zu interpretieren....wobei dadurch recht interessante Wortkombinationen zu Stande kamen, die meist weit am Ziel vorbeigeschossen sind. Eine separate Einstellung für die Spracheingabe- Sprache würde hier Abhilfe schaffen!

Eine Auflistung von nützlichen Apps werde ich jetzt hier nicht machen, da es davon schon zig Beiträge gibt, die ich im Großen und Ganzen bestätigen kann: Runtastic, Google Notizen und der Wear Mini Launcher sind da meist so in jeder Auflistung enthalten. Worauf ich noch warte ist, dass eine Tastatur, wie zum Beispiel das Minuum Keyboard, auch für die Moto 360 verfügbar ist, das man auch in der Öffentlichkeit leicht auf Textnachrichten antworten kann ohne komisch angeschaut zu werden, weil man mit seiner Uhr redet.

Was den Akku angeht kann ich zufrieden sein. Auch wenn Motorola wohl etwas weniger verbaut hat als angegeben. Er reicht locker für einen Tag, wenn man nicht ständig auf die Uhr schaut. Im manchen Situationen sollte auch der Kino-Modus aktiviert sein, da sich das Display sonst von selbst anschaltet, weil die Uhr denkt, dass man drauf schaut. Gerne genutzt habe ich sie auch als Navi auf dem Fahrrad, das funktioniert aber auch nur über eine begrenzte Strecke.

Fazit

Also die wenigen Wochen, die ich die Uhr jetzt habe, bin ich soweit zufrieden. Ich werde hier nach und nach noch Ergänzungen einfügen, wenn mir was neues auffällt.

Bilder


Äußere Verpackung.
Innere Verpackung.
Geöffnet.
Im Größenvergleich zu einer normalen Uhr.

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