Mittwoch, 6. Mai 2015

Angehört: Nightwish - Endless Forms Most Beautiful

Promotional photos by Ville Akseli Juurikkala

Mehr als drei Jahre sind nun seit dem letzten Nightwish-Album vergangen und seitdem hat sich einiges getan. Wechsel der Sängerin, der Ausfall des Schlagzeugers, weg von Soundtrack und Opernmusik hin zu einer erzählen Geschichte der Evolution.
Nach dem für mich unglaublich schönen Imaginaerum und dem gleichnamigen Film, über den ich hier ebenfalls geschrieben hatte, waren meine Erwartungen an das neue Album auch dementsprechend hoch. Ob diese sich erfüllt haben, wird sich im Laufe des Artikels noch herausstellen.

Hintergrund

Endless Forms Most Beautiful ist das erste Nightwish-Studioalbum, auf dem die niederländische Sängerin Floor Jansen (Revamp, ex-After Forever) vertreten ist. Bereits seit dem ersten Oktober 2012 kennt man die fabelhafte Chanteuse als festes Mitglied der Band. Auf dem imposanten 2013er Live-Output »Showtime, Storytime« veredelte die Powerfrau den Sound mit ihrer schönen Stimme und verlieh den Stücken einmal mehr eine besondere Anmutung. An den Drums gibt es ebenfalls eine Neubesetzung: Aufgrund gesundheitlicher Probleme hat sich Langzeit-Schlagzeuger Jukka Nevalainen selbst eine Zwangspause verordnet. Ersetzt wird er von seinem guten Freund Kai Hahto (Wintersun), welcher auch bei der kommenden Tour hinter dem Drum-Kit Platz nehmen wird. Zu guter Letzt wurde durch den festen Einstieg von Flötist Troy Donockley das Quintett zu einem Sextett erweitert. (1)

Zum Album

Promotional photos by Ville Akseli Juurikkala
Die neue Nightwish-Scheibe umfasst 11 Songs, welche wie auch die Alben davor, von Toumas Holopainen komponiert wurden. Einge Lieder wurden auch in Zusammenarbeit mit Bassist Marco Hietala entwickelt, was sich meist auch in der Härte der Lieder widerspiegelt, wie auch das zweite Lied "Weak Fantasy" gut zeigt.
Ansonsten muss man sagen, dass es auf diesem Album sehr viele Baladen, Instrumentalparts und auch erzählte Passagen gibt, wie man es auch schon gut von "Song of Myself" von Imaginaerum in Erinnerung hat.
Gut, an sich finde ich schon mal generell die Geschichten toll, die Toumas zu erzählen weiß... inklusive der musikalischen Untermalung. Auch kann ich sagen, dass die Stimme von Floor bei den kräftigen Liedern sehr gut zur Geltung kommt. Leider ist sie dafür bei den Balladen und ruhigen, getragenen Songs schwach. Dazu zähl ich zum Beispiel die Titel "Alpenglow" oder "My Walden". Die sind meiner Meinung nach nicht ganz stimmig. Da fehlt ihr aber auch die Stimmbreite einer Tarja, ganz klar.
Was man außerdem braucht bei diesem Album ist viel, viel Geduld. Bei einem Titel wie "The greatest Show on Earth" mit gut 24 Minuten länge braucht man diese auch. Dafür bekommt man allerdings in diesem Lied eine tiefgründige Geschichte unserer Menschheitsgeschichte geliefert, die gesamte Evolution in 20 Minuten ist schon eine Leistung die sich sehen und in den Fall auch hören lassen kann.

Fazit

An sich finde ich das Album sehr gelungen. Liegt sicher auch daran, das ich ein Fan der neueren Werke wie Imaginaerum bin. Nightwish- Neueinsteiger bekommen auf jeden Fall etwas außergewöhnliches geboten. Für "alte Hasen" ist es wohl nicht das, was sie aus Tarja- Zeiten erwarten können. Aber es ist immer noch unverkennbar Nightwish.
Auf jeden Fall ist es das Album wert, wenigstens mal probe-gehört zu werden!


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Quellen:
  • (1) © Nuclear Blast, Nightwish Presskit
  • Promotional photos by Ville Akseli Juurikkala

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