Freitag, 13. September 2013

Angesehen: Imaginaerum by Nightwish

Gestern, endlich, nach langem Warten geschafft, mir den Film "Imaginaerum by Nightwish" von und mit Nightwish anzusehen. Er war zwar schon in einer Spezialvorstellung in einigen deutschen Kinos zu sehen, allerdings genau in den Städen, die NICHT in meinem Umkreis liegen...

Foto: icequeen1186 (devianart)
HANDLUNG
Der Film handelt von Tom Withman, einem Musiker und Komponisten, welcher im sterben und durch mehrere Schlaganfälle im Koma liegt. Tom leidet schon seit einiger Zeit an Demenz, sodass er am Ende nicht mal mehr seine eigene Tochter (Gem) erkennt. Seine Tochter muss nun entscheiden, ob sie die lebenserhaltenden Gerätschaften abschalten lässt. Anfangs scheint sie das nicht groß zu berühren, ist das Verhältnis zu ihrem Vater doch sowieso sehr abgekühlt.
Während seine Tochter nun mit dem Groll auf ihren Vater über die Nacht zu dessen Haus fährt, durchlebt der alte Tom im Koma nochmal einzelne Stationen in seinem Leben wie in einem Traum. Er versucht, verzweifelt einen Ausweg aus dem Traum und der ihn umschließenden Dunkelheit (sie seine Demenz symbolisiert) zu finden. Dabei steht ihm seine langjährige Freundin Ann bei. Zur gleichen Zeit finden Gem und die inzwischen auch schon die 70 Jahre passiert hat, einen Tresor in Toms Haus. Als die beiden es schaffen ihn zu öffnen, finden sie einen großen Stapel wirre Notizen darin vor. Gem, wütend darüber, dass ihr Vater ihr nichtmal einen Brief hinterlassen hat, wirft die Blätter auf den Boden.
Tom kämpft in der Zeit um sein Leben, darf er doch noch nicht sterben, da er sein Lebenswerk noch nicht vollendet hat.
Währenddessen nimmt sich Gem den Notizen doch noch an und erkennt langsam ein Sinn in dem Puzzel, dass ihr Vater ihr hinterlassen hat. Am Ende fehlt nur noch ein einziges Stück...


Der junge Tom erkundet seinen Traum
Ich finde es schwer, den Film einzuschätzen. Auf der einen Seite ist es von der schauspielerischen Leistung her wirklich kein Meisterwerk. Liegt wohl daran, dass die meisten der Darsteller keine Berufsschauspieler sind und der Film mit grade mal knapp 4 Mio. Euro Gesamtkosten produziert wurde.
Dafür ist die Geschichte um so besser, vorausgesetzt, man weiß die Liedtexte zu den gezeigten Szenen zu interpretieren. Auch entdeckt man, wenn man ganz genau hinschaut, in vielen scheinbar nebensächlichen Szenen, welche Details dort versteckt wurden. Als Beispiel hierfür ist der behandelnde Arzt von Tom in dessen Traum ein Mechaniker, der versucht, die Achterbahn im Traum zu reparieren, die aber immer wieder kaputt geht. Die kleine Gem sagt dann zu ihm, er solle es aufgeben. In der Realität sagt der Arzt, er könne nichts mehr für Tom tun. Hier und an vielen Stellen wird ein wunderbarer Bogen zwischen Realität und Traum gespannt. Auch die Entstehungsgeschichte von Gems Namen spielt eine wichtige Rolle, die ganz am Ende des Films aufgelöst wird. Untermalt mit den epischen Klängen des Imaginaerum-Albums bekommt der Film eine düstere, traurige, wehmütige Athmosphäre. Der Zuschauer wird animiert, mitzudenken, wenn das auch am Anfang sehr schwierig ist, wenn man nicht schon eine grobe Ahnung von der Handlung hat, bzw das Album zum Film kennt.
Fazit: Für Nightwish Fans auf jeden Fall lohnenswert, andere Fantasy-Begeisterte sollten sich vorher über die Hintergrundgeschichte informieren (zB hier ;) ) dann finden sie ebenfalls Spaß an diesem Film

Viel Spaß beim anschauen :) 

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